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Ehrentafel feierlich eingeweiht

 

Die Kameradschaft 248 GSU e. V. hat heute eines ihrer wichtigsten Projekte umgesetzt und den ehemaligen Angehörigen der früheren German Security Unit ein kleines Denkmal gesetzt: Am 20. Jahrestag der Demobilisierung der Einheit wurde nun die Ehrentafel der GSU am alten Kompanieblock 34 offiziell eingeweiht.

 

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Das ist sie: Die neue Ehrentafel für die ehemaligen GSU-Guards am alten Kompanieblock 34

 

Am Nachmittag fanden sich zahlreiche Mitglieder, Freunde, Geschichtsinteressierte und natürlich offizielle Vertreter auf dem Gelände der ehemaligen Smuts-Kaserne in der Spandauer Wilhelmstadt ein, wo sie der Vereinsvorsitzende Gerhard E. Zellmer mit seinem Team begrüßte.

In seiner Eröffnungsrede umriss Zellmer die Geschichte der Einheit und wies auf den selbstgesetzten Auftrag des Vereins hin, dessen Mitglieder angetreten sind, die Historie der GSU für nachfolgende Generationen zu erhalten. "Wir leben nicht in der Vergangenheit, wohl aber mit ihr. Und wir werden auch weiterhin alles daran setzen, um unsere Geschichte wahrheitsgemäß zu dokumentieren, damit viele, die nicht mehr unter uns sind und zu sehr schwierigen Zeiten hier gedient haben, nicht vergessen werden. Geschichstverfälscher und Selbstdarsteller, die die Ereignisse der Vergangenheit in der Gegenwart manipulieren und sie den nachfolgenden Generation berauben, werden keine Chance haben", so Zellmer unter großem Applaus.

 

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Sprach 25 Minuten: GSU-Vorsitzender Gerhard E. Zellmer vor Block 34

 

Spandaus stellvertretender Bezirksbürgermeister Carsten Röding lobte den Verein für sein großes Engagement als Pate des Denkmals der Heeresbrieftaube und für dessen Einsatz für die englische Telefonzelle, die wieder im Rathaus steht. "Heute ist ein guter Tag, die Vergangenheit zu würdigen und an die Verdienste der Zivilbeschäftigten und insbesondere der GSU zu denken", so Röding. Die Kooperation zwischen der GSU und dem TÜDESB-Bildungsinstitut Berlin-Brandenburg bezeichnete der Vize-Bürgermeister als wirklich beachtlich und beispielhaft.

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Seit 2011 stellvertretender Bezirksbürgermeister von Spandau: Carsten Röding

 

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Sprach für die Britische Botschaft: Luftwaffenattaché Roland Smith

 

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Beglückwünscht die Kameradschaft: TÜDESB-Vorstandsvorsitzender Irfan Kumru

 

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Letzter Chief Superintendent der GSU: Unser Ehrenmitglied Heinz Radtke

 

Für die britische Botschaft und das Verteidigungsministerium dankte Luftwaffenattaché Roland Smith den Vereinsmitgliedern für deren unermüdlichen Einsatz. "Heute wird ein Stück Geschichte geschrieben - ein weiteres Stück Ihrer Geschichte", so der Group Captain, der jedem Anwesenden als interessanter und interessierter Gesprächspartner zur Verfügung stand. Auch Smith hob den Beitrag der ehemaligen GSU während des Kalten Krieges hervor und freut sich über die Initiativen des GSU-Vereins.

In seinem Grußwort hob der TÜDESB-Vorstandsvorsitzende Irfan Kumru die Bedeutuung der Kooperation zwischen GSU-Kameradschaft und TÜDESB hervor. "Die Vergangenheit mit der Gegenwart auf diese Weise miteinander zu verbinden, ist eine wahre Herausforderung und hat sich zu einer großartigen Tradition auf dem Geländer Ihrer alten Kaserne entwickelt. Wir beide, GSU und TÜDESB, werden auch künftig gemeinsame Wege gehen. Darauf freue ich mich auch persönlich!", so Kumru. Gleichzeitig gab er bekannt, dass die Kameradschaft und das Bildungsinstitut Anfang des nächsten Jahres eine gemeinsame Ausstellung durchführen werden. Auch hierzu gab es großen Applaus - vor allem von Sozialstadtrat Frank Bewig, der das einzigartige interkulturelle Projekt begleiten wird.

 

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Wichtige Gäste sind nach Smuts Barracks gekommen, um die ehemalige Einheit zu ehren

 

In einem letzten Grußworte sprach der langjährige Chef der Wachabteilung und stellvertretende Einheitsführer, Heinz Radtke, zu den Gästen. Unser Ehrenmitglied dankte den Initiatoren und Unterstützern dieses großartigen Projekts, das ihn mit großem Stolz erfüllt.

Nächster Akt des großen Festakts war das Überreichen von Vereinsplaques an Roland Smith, Irfan Kumru und Carsten Röding, ehe im Anschluss der frühere Chief Superintendent Heinz Radtke (als Vertreter des alten Hausherren) und TÜDESB-Vorstands-Chef Irfan Kumru (als Vertreter des gegenwärtigen Hausherren), die Ehrentafel der GSU offiziell enthüllten, die bislang unter einer Berliner Flagge abgedeckt blieb. Dies war zugleich der Moment, an dem die zahlreichen Pressevertreter am Zuge waren, die geduldig auf die Enthüllung gewartet hatten.

 

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Luftwaffenattaché Roland Smith erhält von Gerhard Zellmer (links) das Vereinsplaque

 

Mit dem beeindruckenden Festakt wurde auch eine neue Tradition eingeführt: Einer der 70 besetzten Stühle blieb symbolisch leer und war mit einem roten Tuch und fünf weißen Rosen bedeckt. "Auf diese Weise erinnern wir an alle Kameraden, die heute nicht mehr hier sein können und somit doch noch unter uns sind", so Gerhard E. Zellmer. Die Rosen symbolisieren hierbei die Jahrzehnte, in denen die German Security Unit aufgestellt war. "Eine sehr große Geste, die mich unheimlich beeindruckt hat", so die Direktorin des AlliiertenMuseums, Dr. Gundula Bavendamm.

 

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Ein leerer Stuhl in der Mitte der Kameraden mit fünf weißen Rosen: "Ihr seid nicht vergessen!"

 

Unter den Gästen befanden sich neben Bavendamm auch unser Ehrenmitglied Dr. Axel Barrach, Sozialstatdrat Frank Bewig, die Bezirksverordneten Jochen Anders, Arndt Meißner, der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Joachim Koza, der frühere Führungsoffizier der Britischen Militärmission, Robin Greenham, Ex-Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, viele Vertreter der Kameradschaft des 6941st Guard Battalion, der Ehrenvizepräsident der Royal British Legion Berlin, Michael Tidnam MBE, unsere ehemaligen Mitglieder Achim Thalheim (Chef der Riding Veterans - International Military Group) und Andreas Wollitz und viele andere.

 

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Heinz Radtke (links) und TÜDESB-Chef Irfan Kumru enthüllen gemeinsam die Ehrentafel

 

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Gerhard Zellmer mit den Ehrenmitgliedern Heinz Radtke und Axel Barrach. Rechts: Carsten Schanz

 

Im Anschluss an die Einweihung gab es eine weitere Einlage, die Ex-Vereinsgeschäftsführer Carsten Schanz, der das Programm moderierte, den Gästen akündigte: Traditionell wurde die gehisste Vereinsfahne durch Mitglieder formvollendet eingeholt. Danach hatten zwei ausgesuchte TÜDESB-Schüler ihren Auftritt, die durch den stellvertretenden GSU-Vorsitzenden Uwe Krumrey eine neue Schulfahne überreicht bekamen, die  durch sie - unter großem Applaus - gehisst wurde. Die Fahne führt das neue Logo der "Wilhelmstadt-Schulen" - wie sich der Campus nun nennt. Die nicht eingeweihte Schulleitung war von dieser Geste der GSU-Kameradschaft sehr angetan und dankte den Mitgliedern des Vereins.

 

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Abgerundet wurde das Programm mit einem bereitgestellten Buffét und dem traditionellen Small Talk, der bis in den Abend ging. Am Rande der Veranstaltung wurden auch weitere Projekte besiegelt, u. a. die Ausstellung bei TÜDESB und ein neues Projekt mit dem AlliiertenMuseum, das ebenfalls im kommenden Jahr umgesetzt wird und bereits Anfang des Monats bei einer Veranstaltung im Preußischen Landtag initiert wurde.

Bereits einen Tag nach der Einweihung, berichtete die Britische Botschaft auf ihrer Facebook-Seite über den Festakt. Während der gesamten Veranstaltung, hielt sie fernmündlichen Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich über den aktuellen Ablauf informieren. Eine tolle Zusammenarbeit!

Neben mehreren schreibenden Pressevertretern, war auch der Lokalsender SpandauTV am Veranstaltungstag erschienen und berichtete in einem Fernsehbeitrag über die Einweihung der Ehrentafel.

Weitere Bilder sind auf der Facebook-Seite der GSU-Kameradschaft hinterlegt und werden demnächst auch in der Gallerie dieser Homepage eingestellt.

Einen Überblick der Medienberichte finden Sie HIER.

 

Kommentare   

#3 Bernd Riechert 2014-10-13 20:20
Die GSU hat eine Ehrentafel !

WOW !
Aber was hab ich persönlich davon?
Nun , erst einmal , diese Tafel ist für ALLE ehemaligen Angehörigen der GSU , also auch für mich !

ICH WERDE GEEHRT !
Und das in einer Form , die nicht selbstverständl ich ist , nämlich mit einer Wandtafel , die sonst nur höhergestellte , verstorbene Personen erhalten . Welcher Lebende kann das mit Fug und Recht von sich behaupten ?

Offizielle Vertreter einer AUSLÄNDISCHEN BOTSCHAFT ,eines BERLINER BEZIRKES , der STADT BERLIN und eines ANERKANNTEN großen GESCHICHTSVEREI NES finden es wert , MICH zu Ehren !
WAS FÜR EIN DING !

War ich also ( und bin es immer noch ) doch mehr , als das , was andere von mir immer mal wieder behaupten !

DAS habe ich PERSÖNLICH davon !
UND DANACH SOLLTE ICH IN ZUKUNFT LEBEN , um mich dieser Tafel WÜRDIG ZU ERWEISEN !
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#2 Sven Kadereit 2014-10-04 16:40
Eine schöne, ergreifende und ehrwürdige Veranstaltung.
Meinen Dank an die Ausrichter
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#1 Amanda Coxhead 2014-10-01 08:03
Eine sehr schöne und würdige Veranstaltung, die ich leider nicht beiwohnen konnte. Group Captain Smith hat durch seine Anwesenheit den Dank der britischen Regierung gezeigt. Ich freue mich auf weitere Fotos.
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Weitere Informationen zu den Regeln sind im Tagebuch nachzulesen.

Die Kameradschaft 248 German Security Unit e. V. ist seit August 2013 Vollmitglied der ROYAL MILITARY POLICE ASSOCIATION und der einzige Verein, der seitens der britischen Militärpolizei als Repräsentant der ehemaligen German Security Unit und für deren geschichtliche Darstellung anerkannt wird.

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