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Die Verbindungsoffiziere bei der GSU

 

 

Mit Anhebung der damaligen German Service Unit in den Status einer militärischen Wachpolizeieinheit, erhielt die Kompanie 1968 erstmals einen ständigen Verbindungsoffizier, der den neuen Dienstposten eines sogenannten British Supervisory Element (BSE) besetzte.

Dieser wurde, unabhängig von der damaligen Regimentszugehörigkeit, grundsätzlich durch die Militärpolizei RMP gestellt, wobei es zwei Ausnahmen gab.

Der jeweilige Amtsinhaber bekleidete den Rang eines Warrant Officer Class 1, in einem Fall den eines Warrant Officer Class 2.

Mit Demobilisierung des 2. Regiments der Royal Military Police im April 1994, endete auch die Amtszeit des letzten Verbindungsoffiziers.

 

Hier eine Aufstellung der Verbindungsoffiziere bei der GSU:

 

BSE1-Clift
         

 

Verbindungsoffizier von 1968 bis 1973

WO 1 Terry Clift (Royal Military Police)

 

 

 


 

BSE2-Rawlinson

           

Verbindungsoffizier von 1973 bis zum 1. Juni 1976

WO 1 Eric Rawlinson (Royal Military Police)

BSE3-Connell

         

 

Verbindungsoffizier vom 2. Juni 1976 bis zum 3. Mai 1978

WO 1 Denis Connell MBE (Royal Corps of Signals)

* 14.7.1934 - 6.5.2017

Denis Connell trat mit gerade 17 Jahren dem Royal Corps of Signals bei und diente zunächst in Korea, ehe er nach Deutschland versetzt wurde. Bei der Rheinarmee war er beim 7. Regiment in Detmold und beim 13. Regiment eingesetzt. Im Anschluss wechselte er im März 1972 als „Regimental Sergeant Major“ zur 39. Infanteriebrigade nach Nordirland. Von Juni bis September 1974 kehrte er für kurze Zeit nach Großbritannien zurück.

Connell wurde im Oktober 1974 zur 28. Infanteriebrigade der Royal Signals nach Singapur versetzt und diente somit im damaligen Militärbündnis „ANZUK“, in dem Großbritannien, Australien, Neuseeland, Singapur und Malaysia gemeinsam operierten.

Als Nachfolger von Eric Rawlinson übernahm er im Juni 1976 den Posten des „British Supervisory Element“ (BSE) bei der damaligen German Service Unit in Berlin. Er war der dritte Amtsinhaber des 1968 geschaffenen Postens und der erste, der nicht aus den Reihen der Militärpolizei stammte.

Chief Superintendent Heinz Radtke (links) bei der Verabschiedung Connells (2. v. re.) im April 1978 am Flughafen Gatow. Rechts: Connell-Nachfolger John Lawrence (Foto: HR)

Connell machte sich vor allem wegen seiner Menschlichkeit und freundschaftlichen Nähe zur GSU einen Namen innerhalb der Einheit. So trat er bei zahlreichen Veranstaltung auch als leidenschaftlicher Sänger, vor allem als Frank-Sinatra-Imitator im GSO-Club und im Kompanieblock 34 auf.

Nach nur zwei Jahren im Amt, wurde der Warrant Officer erneut nach Singapur versetzt und übernahm schließlich, nach dem Rückzug aus dem Fernen Osten, eine Stelle beim Army Education Corps in Beaconsfield, ehe er letztlich in den Ruhestand trat.

Nach seiner Pensionierung zogen Muriel († März 2016) und Denis Connell in die Nähe der Familie ihres Sohnes Michael in die englische Grafschaft Shropshire und genossen den Ruhestand. Bereits im Juni 1974 wurde Connell als „Member of the British Empire“ (MBE) ausgezeichnet.

Denis Connell starb im Mai 2017 und hinterließ seinen Sohn und mehrere Enkel- und Großenkelkinder. Seine letzte Ruhestätte fand der frühere Verbindungsoffizier in Shrewsbury, etwa 60 Kilometer vom englischen Birmingham entfernt.

Der GUARD REPORT im Dezember 2017 würdigte den beliebten Unteroffizier mit einem Artikel. Denis Connell wurde 82 Jahre alt.

BSE4-Lawrenve

         

 

Verbindungsoffizier vom 4. Mai 1978 bis 1980

WO 1 John Lawrence (Royal Military Police)

         

 

Verbindungsoffizier von 1980 bis 1985

WO 1 Maurice Kent (Royal Military Police)

* 9.6.1933

Maurice Kent trat 1951 den Britischen Streitkräften bei und wurde Angehöriger der Coldstream Guards.

Sein erster Einsatz führte ihn als Infanterist des 3. Bataillons zwei Jahre an den Suezkanal nach Ägypten. Im Anschluss wurde er wieder nach London versetzt und versah seinen Dienst bei der Palastwache des Buckingham Palace.

Im Zuge einer Reform wurde das 3. Bataillon aufgelöst und Kent nach seiner Londoner Zeit mit seinen Kameraden in das 2. Bataillon eingegliedert.

1961 wechselte er zur britischen Militärpolizei, bei der er zunächst in verschiedenen Kompanien der Rheinarmee und ab 1964 in der 4. Division verwendet wurde. Zwei Jahre später war er als Sergeant Rekrutenausbilder in Großbritannien.

Nachdem er zum Staff Sergeant befördert wurde, wechselte Kent als Leitender Unteroffizier zu einer Diensthundestaffel nach Hong Kong.

Nach zwei weiteren Jahren wurde Maurice Kent zum Warrant Officer 2 befördert und zur Rheinarmee nach Celle versetzt. Nur ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Warrant Officer 1. Kent übernahm im Anschluss die Position des Regimental Sergeant Major (RSM) bei der 111 Provost Company in Bergen Hohne.

Aus Anlass des 25-jährigen Thronjubiläums von Königin Elisabeth II wurde er zwei Jahre später als RSM zur London District Company abgeordnet und war mit seiner Einheit für die Absicherung der Feierlichkeiten verantwortlich.

1978 kehrte er erneut zur Rheinarmee zurück und übernahm des Posten des RSM bei der 110 Provost Company, ehe er 1980 die Stelle des Verbindungsoffiziers bei der German Service Unit in Berlin antrat. Kent war der inzwischen fünfte Amtsinhaber als British Supervisory Element (BSE) in Berlin.

1985 übernahm er eine Stelle im Hauptquartier der Rheinarmee in Rheindalen, ehe er 1987, nach insgesamt 35 Dienstjahren, in den Ruhestand trat.

Für seine Verdienste wurde Kent u. a. mit der General Service Medal, der Silver Jubilee Medal, der „Long Service Good Conduct“-Medal sowie der Meritorous Service Medal ausgezeichnet.

Maurice Kent ist seit Oktober 1965 mit seiner Frau Jane verheiratet. Das Paar hat mehrere Kinder und lebt in England.

 

BSE6-Gillfellon

         

 

Verbindungsoffizier von 1985 bis März 1990

WO 1 Ian Gilfellon MBE (Royal Military Police)


 

ireseon combat

         

 

Verbindungsoffizier von März 1990 bis April 1994

WO 2 Charles P. Ireson (Kings Own Royal Border Regmt.)

 

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Stand: 20.12.2017 - Inhalt und Gestaltung: ©ZeSch

 

 

 

Die Kameradschaft 248 German Security Unit e. V. ist seit August 2013 Vollmitglied der Royal Military Police Association und der einzige Verein, der seitens der britischen Militärpolizei als Repräsentant der ehemaligen German Security Unit und für deren geschichtliche Darstellung anerkannt wird.