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Trauer um Stadtkommandant Sir Robert Richardson

 

Wieder muss sich die alliierte Welt Berlins von einem ihrer Großen verabschieden: Generalleutnant Sir Robert Richardson, 17. britischer Stadtkommandant von 1978 bis 1980, ist im Alter von 85 Jahren gestorben.

Der geadelte und hochdekorierte Offizier trat im Dezember 1949 in den Militärdienst ein und war somit der erste spätere Stadtkommandant, der nach dem Zweiten Weltkrieg Soldat wurde.

Seine ersten Einsätze führten ihn als jungen Leutnant der Royal Scots in den Nahen Osten, zur Rheinarmee nach Deutschland und Anfang der 1960er Jahre nach Indien.

 

GOC Richardson

Sir Robert F. Richardson (1929 - 2014)

 

Im Anschluss durchlief er mehrere Posten im neu eingerichteten Verteidigungsministerium, das 1964 aus diversen Behörden und dem bisherigen Kriegsministerium zusammengefasst wurde. Desweiteren erfolgte die Beförderung zum Major. Nach einer kurzen Verwendung im Einsatzdienst, kehrte er in das Ministerium zurück und verließ es 1968 als Oberstleutnant. Im Anschluss übernahm er das Kommando des 1. Bataillons der Royal Scots. Auf diesem Posten verblieb er bis 1971.

Als Oberst wurde er 1972 an eine Militärakademie versetzt. Bereits 1973 wurde er zum Brigadier befördert und mit einem Kommando in Nordirland betraut.

1975 wurde Richardson stellvertretender Generaladjutant der britischen Rheinarmee. Im Januar 1978 übernahm er, als Nachfolger von Roy Redgrave, den Posten des Stadtkommandanten in Berlin, nachdem er zum Generalmajor befördert wurde. Im September 1980 wurde er wieder abberufen und zum neuen Vize-General-Adjutant im Verteidigungsministerium ernannt.

Am 1. Juni 1982 wurde Richardson zum Generalleutnant befördert und mit dem Kommando der britischen Streitkräfte von Nordirland betraut.

1985 trat Richardson in den Ruhestand. Bis 1990 hatte der ehemalige Offizier noch mehrere Ehrenämter inne, so den Posten als Ehrenoberst der Royal Scots (1980-1990).

 

GOC Richardson Abnahme

Inspektion 1978: Robert Richardson und Chief Superintendent Heinz Radtke (rechts)

 

Während seiner Berliner Zeit als Stadtkommandant pflegte Richardson einen guten Kontakt zur damaligen German Service Unit und nahm auch die jährlichen Inspektionen meistens persönlich ab. In seine Verantwortung fiel auch die Einführung des Baretts bei der damaligen GSU.

Der ehemalige 3-Sterne-General war bis zu deren Tod 1986 mit seiner Frau Maureen verheiratet. Er hinterlässt aus seiner ersten Ehe vier Kinder sowie seine zweite Frau Candy.

Sir Robert Richardson war der älteste der noch lebenden ehemaligen britischen Stadtkommandanten.

Einen ausführlichen Bericht über das Wirken von Sir Robert Richardson finden Sie in der Dezember-Ausgabe des GUARD REPORT.

 

Die Kameradschaft 248 German Security Unit e. V. ist seit August 2013 Vollmitglied der ROYAL MILITARY POLICE ASSOCIATION und der einzige Verein, der seitens der britischen Militärpolizei als Repräsentant der ehemaligen German Security Unit und für deren geschichtliche Darstellung anerkannt wird.

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