Früherer Verbindungsoffizier Connell gestorben

 

Der ehemalige britische Verbindungsoffizier bei der GSU, Denis Connell, ist tot.

Wie erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, starb der frühere Warrant Officer 1 bereits im Mai dieses Jahres. Noch Ende 2016 hatte der Verein Kontakt zu Connell, der im vergangenen Jahr auch seine Frau Muriel verloren hat.

 

Denis Connell MBE (1934 - 2017)

 

Connell trat mit 17 Jahren dem Royal Corps of Signals bei und diente zunächst in Korea, ehe er nach Deutschland versetzt wurde. Bei der Rheinarmee war er beim 7. Regiment in Detmold und beim 13. Regiment eingesetzt. Im Anschluss wechselte er 1972 zur 39. Infanteriebrigade nach Nordirland, bei der er ein Jahr später erstmals die Funktion des "Regimental Sergeant Major" übernahm.

Nach einer kurzen Verwendung in Großbritannien, wurde der Warrant Officer im Oktober 1974 zur 28. Infanteriebrigade der Royal Signals nach Singapur versetzt und diente im damaligen Militärbündnis „ANZUK“, in dem Großbritannien, Australien, Neuseeland, Singapur und Malaysia gemeinsam operierten. In Anschluss kehrte er für kurze Zeit wieder nach Großbritannien zurück.

Als Nachfolger von Eric Rawlinson übernahm er 1976 den Posten des „British Supervisory Element“ (BSE) bei der damaligen German Service Unit in Berlin. Er war der dritte Amtsinhaber des 1968 geschaffenen Postens und der erste, der nicht aus den Reihen der Militärpolizei stammte.

Der frühere Chief Superintendent Heinz Radtke (92) erinnert sich noch heute sehr gerne an Connell. „Er war ein wirklich fröhlicher und lustiger Mensch, der die GSU mochte und seinen Job hervorragend ausübte. Einfach ein toller, sympathischer Kerl“, so Radtke.

 


April 1978:

Chief Superintendent Heinz Radtke (links) verabschiedet Denis Connell (2. v. re.) mit dessen Nachfolger John Lawrence (rechts) in Gatow.

Foto: HR

 

 

Die enge Verbundenheit zur German Service Unit war sogar „hörbar gut“. Radtke: „Er war oft mit unseren Leuten im GSO-Club und trat auf die Bühne, um zu singen. Er war ein grandioser Frank-Sinatra-Imitator und schmetterte die ganzen bekannten Songs hin. Seine Frau war ebenfalls ganz oft mit dabei, wenn wir uns im Club oder zu einer Feier im Block 34 trafen“, erinnert sich der frühere Vize-Chef der GSU. 

Nach nur zwei Jahren wurde Connell wieder aus Berlin abberufen und erneut nach Singapur versetzt. Heinz Radtke ließ es sich nicht nehmen, Connell im April 1978, nur wenige Tage vor dessen offiziellem Ausscheiden aus dem Amt, gemeinsam mit dessen Nachfolger John Lawrence, am Flughafen Gatow zu verabschieden.

Nach dem Abzug aus dem Fernen Osten übernahm Connell eine Stelle im Army Education Corps in Beaconsfield, ehe er schließlich in den Ruhestand trat.

Nach seiner Pensionierung zogen Muriel und Denis Connell in die Nähe der Familie ihres Sohnes Michael in die englische Grafschaft Shropshire und genossen den Ruhestand.

Im März 2016 starb Muriel; ein Verlust, den Connell nicht verkraftete und zugleich zu einer massiven Verschlechterung seiner körperlichen Verfassung führte.

Denis Connell, der im Juni 1974 als „Member of the British Empire“ (MBE) ausgezeichnet wurde, starb im Mai 2017 und hinterlässt seinen Sohn und mehrere Enkel- sowie Großenkelkinder. Seine letzte Ruhestätte fand der frühere Verbindungsoffizier in der Nähe des englischen Birmingham.

In einer Anzeige umriss Michael Connell die militärische Laufbahn seines Vaters auf eine ganz persönliche Art: „Er hat in seiner langen Dienstzeit unglaublich viele gute Freunde gewonnen“. Hierzu zählten mit Sicherheit auch Angehörige der vormaligen GSU.

Denis Connell wurde 82 Jahre alt. (red1)

 

Die Kameradschaft 248 German Security Unit e. V. ist seit August 2013 Vollmitglied der Royal Military Police Association und der einzige Verein, der seitens der britischen Militärpolizei als Repräsentant der ehemaligen German Security Unit und für deren geschichtliche Darstellung anerkannt wird.